Jumbogras-Mulch als Rindenmulch-Ersatz

Elefantengras Mulch
Miscanthus-Mulch

Egal ob man weniger Jäten möchte, den Bodenschutz generell  im Auge hat oder auch aus ästhetischen Blickpunkten – es gibt viele Gründe im Garten ein Beet mit Mulch zu bedecken. Rindenmulch ist hier bisher das beliebteste Material. Allerdings gefällt es nicht jedem und auf der Suche nach Alternativen zu Rindenmulch oder auch Kies, wird man schnell fündig. Inzwischen gibt es unzählige Mulchmaterialien, von denen wir euch hier einige kurz Vorstellen wollen.

Mulchmaterial richtig aufbringen

Das A und O ist die Bodenvorbereitung. Das bereits vorhandene Unkraut muss raus, besonders bei den Wurzelunkräutern wie Löwenzahn, Giersch, Schachtelhalme, Ackerwinde, Günsel oder Disteln und Wegerichen sollte man sehr ordentlich arbeiten. Diese kommen nämlich gern immer wieder durch.

Bei einer Neuanlage wird der Boden durch Kompost oder mit Pflanzhumus aufgebessert, anschließend die Pflanzen gesetzt und eingegossen. Hat man von vornherein einen lockeren krümeligen Boden, dann kann man auch mit organischen Düngern bei der Pflanzung arbeiten. Anschließend den Boden mit einer Harke ebnen und das Mulchmaterial gleichmäßig aufbringen. Beim Jumbogras-Mulch empfehlen wir abschließendes Wässern.

–> Tipp: Bei mineralischen Mulchmaterialien wie Kies oder Glaskies, ein Unkraut-Vlies zwischen Erde und Mulch legen. Je gröber das Material ist, desto leichter tun sich die Unkräuter nämlich beim Aufkommen.

Verwendet man mineralischen Mulch, braucht man normalerweise in den nächsten Jahren nichts mehr aufzubringen. Anders verhält es sich bei den organischen Materialien, diese Verrotten im Lauf der Zeit und es muss immer wieder eine 2-3 cm starke Schicht aufgebracht werden – für gewöhnlich reicht es, wenn das einmal jährlich im Frühling geschieht.

verschiedenste Mulchmaterialien

Jumbograsmulch, Miscanthusmulch:

Elefantengras Mulch
  • ph-neutral
  • nur 4-5cm stark aufbringen
  • hält länger als beispielsweise Rindenmulch
  • fördert das Bodenleben
  • speichert gut die Feuchtigkeit

Rindenmulch:

Rindenmulch grob, hier als Bodenschutz bei Physocarpos
  • 7cm stark aufbringen
  • Duftend oder stinkend – je nach Nase
  • Starker Stickstoffbinder – unbedingt die Pflanzen düngen bevor man mulcht
  • speichert gut die Feuchtigkeit

Generell gilt für Rindenmulch: Er macht den Boden mit der Zeit sauer und ist daher für Staudenbeete nicht geeignet. Dafür lieber Rindenhumus  (Eigenschaften wie Rindenmulch, bindet allerdings etwas weniger Stickstoff und ist feiner), Miscanthushäcksel oder Toresa verwenden.

Toresa:

Toresa als Mulchschicht zwischen einer Staudenpflanzung aus Geranium
  • Ph-neutral
  • 5-6cm stark aufbringen
  • verrottet schnell
  • fördert Bodenleben
  • speichert gut die Feuchtigkeit

Hackschnitzel und Zementgebundene Hackschnitzel (Holzchips):

  • Eher grobe Optik
  • teilweise eingefärbt
  • witterungsbeständig
  • 3-5cm stark aufbringen
  • langlebig
  • etwas pilzanfällig wenn nicht zementgebunden

Rasenschnitt:

  • Hat man oft selbst zu Hause
  • nur dünn aufbringen 2cm stark

Lavasteine, Tuff, Claylit:

  • Optisch der Farbe wegen Rindenmulch sehr ähnlich allerdings ohne dessen negativen Eigenschaften
  • Leichtes Gestein
  • verrottet nicht
  • ca 7cm stark aufbringen
  • trittfest
  • speichert gut die Feuchtigkeit

Schieferbruch, Steinchips:

Steinchips Anthrazit zwischen Taglilien als dekorative Mulchschicht
  • Dunkelgraues bis fast schwarzes Gestein
  • teilweise mit helleren Einschlüssen
  • besonders wirkungsvoll in klaren linearen Gestaltungen
  • ca 5-7cm stark aufbringen

Kiese

Zierkies in weiß und granitoptik
  • in vielen Farben erhältlich: von weiß über gelb und rotbrauntönen bis hin zu grün und blau
  • verschiedene Mamorierungen möglich
  • passt besonders gut zu Gräsern
  • unterschiedliche Korngrößen
  • je nach Korngröße unterschiedliche Schichtstärken von 4cm bis zu 20cm

Muschelbruch:

  • Die scharfen Kanten halten teilweise Schnecken fern
  • 4-5cm stark aufbringen
  • verhältnismäßig teuer

Kakaoschalen:

  • Duftet nach Schokolade
  • enthält Theobromin – führt zu Vergiftungen bei Tieren!!
  • wandelt sich in wertvollen Dünger um

Kaffehäutchen:

  • Für Moorbeetpflanzen und alle anderen die ein säuerliches Milieu lieben (ph-Wert um 5)
  • wird zu wertvollen Dünger

Glaskies, Glasbrocken:

  • Abgerundete Glasbrocken
  • bringen Farbe in den Garten (ua in blau und grün erhältlich)
  • in Kombination mit Beleuchtungselementen sehr wirkungsvoll
  • verrottet nicht

Kontakt

Ulrike Orso

Öffnungszeiten:

07:30 – 17:30 Uhr

Rückrufservice: